Historie

Die Vereinsgeschichte des Spielmannszug Dalhausen e.V.

Zusammengefasste Version – Letzte Änderung am 11.04.2009

Der Spielmannszug Dalhausen e.V. wurde 1948 gegründet und kann somit auf eine über 60 jährige Vereinsgeschichte zurückblicken.

Im Jahr 1948 gründeten 8 Spielmannsmusikinteressierte in der Gastwirtschaft Groll in Dalhausen einen neuen Spielmannszug. Die ersten 3 Trommeln und 5 Flöten waren Überbleibsel einer im 2. Weltkrieg bestehenden „Knüppelmusik“ der Turnerschaft in Dalhausen. Noten gab es in dieser Zeit noch nicht.

Bereits im Jahr 1949 erreichten diese 8 Spielleute, von denen Karl Salmagne der flötespielende Stabführer war, den 4. Platz in der B-Klasse beim Kreiswettstreit in Stahle.
Aufgrund dieses Erfolgs stieg die Mitgliederzahl an, was 1950 die Aufstellung einer Satzung erforderlich machte. Die Eintrittsgebühr betrug damals 1,00 DM.

Als Karl Salmagne 1952 den Spielmannszug aus beruflichen Gründen verließ, herrschte bis 1953 Sorge um den Fortbestand des Vereins, da die Übungsabende ohne einen geschulten Ausbilder nicht möglich waren.
Anfang 1953 traf man jedoch zufällig auf den Haarbrücker Heinrich Bochnig, welcher dort vergeblich versuchte einen Tambour-Corps aufzubauen.
Unter seiner mit militärischer Zackigkeit durchgeführten Leitung erhielt der Verein einen perfekten Schliff des äußeren Erscheinungsbildes.

In den Jahren 1954 bis 1956 sind die Teilnahmen an den Bezirkstreffen in Gütersloh, der 2. Platz beim Wettstreit in Höxter, die Beschaffung einer neuen Uniform im Marinelook und die Einführung von 4 Fanfahren besonders erwähnenswert.

1957 musste dann Heinrich Bochnig, wie auch schon sein Vorgänger, den Spielmannszug Dalhausen aus beruflichen Gründen verlassen.
In dieser besonderen Situation, war es dann Joachim Keil, der über die besonderen Fähigkeiten verfügte, um die Nachfolge als Stabführer anzutreten.

In den folgenden Jahren kamen dann zum ersten mal auch außermusikalische Auftritte des Spielmannszuges hinzu. So führte der Spielmannszug an Weihnachten 1958 das Laienspiel „Das Lied der Mutter“ und 1960 das Laienspiel „Der Bergteufel“ mit großem Erfolg und Zustimmung auf.

1966 gab es dann einen bedeutungsvollen Wechsel in der Vorstandsetage, bei dem Klemens Hennecke zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.
Ihm ist es vor allem zu verdanken, dass der Spielmannszug Dalhausen im August 1967 ein großes Heimatfest verbunden mit einem Treffen der Spielmannszüge durchführte.

Nachdem sich der Spielmannszug in den Jahren 1968 und 1969 zweimal den 1. Platz in der B-Klasse des Kreiswettstreites sichern konnte und 1971 bei der 1000-Jahrfeier der Ortschaft Dalhausen eindrucksvoll die „Umsiedlung zum Osten mit der Eisenbahn“ darstellte, verließ überraschend Joachim Keil 1971 den Verein.
Erneut stand der Verein vor der Aufgabe einen äquivalenten  Ersatz für die Aufgaben des Stabführers zu finden, um den Fortbestand des Spielmannszuges zu sichern. Es war dann das langjährige Mitglied Gert Butterweck der dem Verein aus dieser Krise heraushalf. Kurz nach dem Austritt von Joachim Keil hatte Gert Butterweck auch gleich die Ehre am 1. Mai 1974 ein Platzkonzert mit insgesamt 52 aktiven Spielleuten vor der Marienkirche Dalhausen durchzuführen.

Danach folgte Günter Rose und Heiko Kornhoff als Stabführer. Zur Zeit führt Andre Menke den Stab.

Einige wichtige Verantstaltungen danach waren:

 

1975    Musik und Heimatsfest mit der bayrischen Trachtenkapelle „Harmonie“ aus Altusried
1980    Durchführung des Schützenfestes in Jakobsberg
1990    Großes Musik und Heimatfest in Dalhausen
1998    50 jährige Vereinsfeier im Festsaal Groll
2008    60 Jahre Spielmannszug Dalhausen

Der Weg von 1948 bis zum heutigen Spielmannszug war nicht immer leicht und gar manchesmal schien das Fortbestehen des Vereins in Frage gestellt. Doch immer wurde von verantwortlichen Spielleuten ein Ausweg gefunden und ein Zusammenbruch des Tambour-Corps verhindert.

Wir aber wollen die jahrhundertealte Spielmannszugsmusik hinaustragen in die Öffentlichkeit, wollen Freude und Anhänger gewinnen